Tun, was ich eigentlich nicht tun kann

Manchmal hilft es, zu denken, was jenseits der eigenen Vorstellung ist.

Heute Nachmittag kamen wir in einem Gespräch darauf, warum manche Menschen Dinge erreichen, die (für sie) eigentlich undenkbar sind. Dabei erreichen sie zwar oft nicht das eigentliche Ziel, aber sie kommen weiter als man ihnen zutrauen würde.

Man muss es nur einmal quantenphysikalisch betrachten. Alle Zustände, also jede Form, die beispielsweise ein Eisenstab einnehmen kann, sind als Potential schon in ihm vorhanden. Zugegeben, eine durchaus verwirrende Vorstellung, dass alles, was uns möglich ist, in uns schon potenziell vorhanden ist.

Aber wir sind reguliert, regelrecht gedrosselt auf das Gewöhnliche und Normale. Konvention eben. Meist sind es Extremsituationen, die Menschen dazu bringen, über sich selbst hinaus zu wachsen und Dinge anzugehen und etwas zu tun, was eigentlich ihre Möglichkeiten übersteigt.

Eigentlich, weil wir gewöhnlich nicht über die Stränge schlagen und uns ordentlich einreihen wollen in die Gesellschaft – aus den unterschiedlichsten Gründen. Und genau deswegen leben wir gebremst, halten uns zurück und legen uns selbst Zwänge auf. Nur um nicht aufzufallen, nicht anzuecken.

Und so leben wir zwischen Konvention und Wirklichkeit. Eine konventionelles Leben ist eine stillschweigende, oft nicht einmal bewusste Übereinkunft, Regeln, die von einer Gruppe von Menschen aufgrund eines allgemein anerkannten Konsenses eingehalten wird.

Wirklichkeit ist im üblichen Verständnis das, was der Fall ist. Doch das darf uns nicht dazu verleiten zu glauben, dass nur das Wirklichkeit ist, was für uns real ist, greifbar ist. Doch das ist nicht die ganze Wirklichkeit, sondern nur die aus der mechanischen Perspektive. Beziehen wir aber die quantenmechanische Perspektive mit ein, dann sind eben auch all die nicht unmittelbar sichtbaren, die nur möglichen und doch ganz konkreten Potentiale Bestandteil der Wirklichkeit.

Und genau deswegen gelingt manchen scheinbar nicht Mögliches.

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